Was ist eine WEBP-Datei?

Du hast ein Bild von einer Website gespeichert und plötzlich eine .webp-Datei? Hier erfährst du, was hinter dem Format steckt, warum Websites es lieben und was du tun kannst, wenn ein Programm es nicht öffnet.

Die kurze Antwort

WEBP ist ein Bildformat, das Google 2010 vorgestellt hat. Es wurde für eine Aufgabe entwickelt: Bilder auf Webseiten kleiner zu machen, damit sie schneller laden. Ein WEBP-Foto ist bei gleicher sichtbarer Qualität meist 25–35 % kleiner als ein JPG, und eine WEBP-Grafik oft kleiner als dasselbe Bild als PNG.

Weil kleinere Bilder schnellere Seiten und geringere Kosten bedeuten, liefern die meisten großen Websites, Onlineshops und Content-Delivery-Netzwerke WEBP an jeden Browser aus, der es kann – und das sind heute praktisch alle.

Was WEBP kann

  • Verlustbehaftete Kompression für Fotos, ähnlich wie JPG, aber effizienter.
  • Verlustfreie Kompression für Grafiken und Screenshots, wie PNG.
  • Transparenz, sogar bei verlustbehafteten Bildern – das kann JPG überhaupt nicht.
  • Animation als schlankere Alternative zu GIF.

Diese Vielseitigkeit sorgt auch für Verwirrung: Zwei Dateien mit der Endung .webp können sich ganz unterschiedlich verhalten. Die eine ist ein kleines, verlustbehaftetes Foto, die andere ein verlustfreies Logo mit transparentem Hintergrund, die dritte eine Animation.

WEBP, JPG und PNG im Vergleich

WEBP JPG PNG
Fotos Kleine Dateien Größere Dateien Sehr große Dateien
Grafiken und Text Gut (verlustfrei) Unscharfe Kanten Sehr gut
Transparenz Ja Nein Ja
Animation Ja Nein Nein (außer APNG)
Öffnet überall Meistens Ja Ja

Welche Programme öffnen WEBP?

  • Browser: Chrome, Edge, Firefox und Safari (ab Safari 14 auf macOS Big Sur und iOS 14).
  • Windows 10 und 11: Die Fotos-App öffnet WEBP in aktuellen Versionen.
  • Mac: Vorschau und Fotos öffnen WEBP unter neueren macOS-Versionen.
  • Bildbearbeitung: Photoshop (seit 2022), GIMP, Affinity und Canva unterstützen es.

Schwierig wird es mit älterer Software, der klassischen Windows-Fotoanzeige, manchen E-Mail-Programmen und – am häufigsten – mit Upload-Formularen, Kleinanzeigenportalen und Fotodiensten, die nur JPG oder PNG annehmen.

Wann sich das Umwandeln lohnt

Behalte WEBP, wenn das Bild wieder auf eine Website kommt. Wandle es um, wenn du es irgendwo hochladen musst, wo WEBP abgelehnt wird, wenn du es in einem älteren Programm bearbeiten oder an jemanden schicken willst, der es nicht öffnen kann:

  • Fotos → JPG für die kleinste Datei, die überall funktioniert.
  • Logos, Icons und Sticker mit transparentem Hintergrund → WEBP in PNG.

Warum dein Browser Bilder überhaupt als WEBP speichert, liest du in Warum Bilder als WEBP gespeichert werden.

WEBP hier direkt in JPG umwandeln

Ziehe deine WEBP-Fotos hierher

oder

Du kannst ein Bild auch mit Strg+V einfügen.

Wird auf diesem Gerät umgewandelt. Nichts wird hochgeladen.

90

90 ist ein guter Kompromiss aus Schärfe und Dateigröße.

Fotodaten (EXIF)

Häufige Fragen

Ist WEBP besser als JPG?

Für Websites meistens ja – dasselbe Bild braucht weniger Speicher. Zum Teilen, Drucken und Hochladen ist JPG sicherer, weil es jedes Programm und jeder Dienst annimmt.

Ist WEBP verlustfrei?

Beides ist möglich. WEBP hat einen verlustbehafteten Modus (wie JPG) und einen verlustfreien (wie PNG). An der Dateiendung erkennst du nicht, welcher verwendet wurde.

Können WEBP-Dateien Viren enthalten?

Eine WEBP-Datei ist ein Bild, kein Programm. Wie bei jedem Dateityp können Fehler in einem Decoder eine Sicherheitslücke sein – deshalb lohnt es sich, Browser und System aktuell zu halten.

Verliert das Bild beim Umwandeln in JPG an Qualität?

Ein wenig, weil JPG erneut komprimiert. Bei Qualität 90 sieht man das normalerweise nicht. Für eine exakte Kopie wandelst du in PNG um.

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