Was ist eine HEIC-Datei?
Wer iPhone-Fotos auf einen Windows-PC kopiert oder in ein Online-Formular hochladen will, stößt früher oder später auf die Endung .heic. Hier erfährst du, was dahintersteckt.
Die kurze Antwort
HEIC steht für High Efficiency Image Container. Das Format basiert auf HEIF, einem Standard, den die MPEG-Gruppe 2015 veröffentlicht hat, und komprimiert Bilder mit derselben Technik wie HEVC-Videos (H.265). Apple hat es mit iOS 11 im Jahr 2017 zum Standardformat der Kamera gemacht. Fast jedes iPhone-Foto seitdem ist also eine HEIC-Datei – es sei denn, jemand hat die Einstellung geändert.
Warum Apple von JPG umgestiegen ist
JPG stammt aus dem Jahr 1992. Die HEVC-Kompression ist Jahrzehnte jünger und erkennt viel besser, welche Details das Auge wahrnimmt. Ein HEIC-Foto braucht deshalb ungefähr halb so viel Speicher wie ein gleich gut aussehendes JPG. Bei zehntausenden Fotos auf dem Handy macht das viele Gigabyte aus.
Außerdem kann das Format mehr als ein einfaches Bild speichern:
- Mehr Farbtiefe – bis zu 10 statt 8 Bit pro Kanal, was bei HDR und sanften Verläufen am Himmel hilft.
- Tiefenkarten für den Porträtmodus, damit sich die Hintergrundunschärfe später noch ändern lässt.
- Mehrere Bilder in einer Datei, etwa Serienbilder, Vorschaubilder und HDR-Informationen.
Ein Live Photo besteht aus einem HEIC-Foto und einer separaten kurzen Videodatei – die HEIC-Datei enthält nur das Foto.
So ist ein HEIC-Foto aufgebaut
Das iPhone speichert kein einzelnes großes Bild. Es teilt das Foto in Kacheln von 512 × 512 Pixeln, komprimiert jede einzeln und legt ein „Raster“ ab, das beschreibt, wie sie wieder zusammengesetzt werden. Dazu kommen die Angabe, wie das Foto gedreht werden muss, die EXIF-Daten der Kamera (Datum, Einstellungen und meist der GPS-Standort) und ein Farbprofil – üblicherweise Display P3, ein größerer Farbraum als das gängige sRGB.
Genau hier patzen manche Konverter: Sie setzen die Kacheln zusammen, vergessen aber die Drehung, wenden sie doppelt an oder ignorieren das Farbprofil, sodass das Foto blass wirkt.
Welche Geräte öffnen HEIC?
- iPhone, iPad und Mac: von Haus aus.
- Android: die meisten Handys ab Android 9 sowie Google Fotos.
- Windows 10 und 11: nur mit Erweiterungen aus dem Microsoft Store – mehr dazu in HEIC unter Windows öffnen.
- Webbrowser: Nur Safari zeigt HEIC an. Chrome, Edge und Firefox nicht – deshalb lehnen viele Upload-Formulare HEIC-Dateien ab.
Wann du ein JPG brauchst
Immer wenn eine HEIC-Datei Ärger macht – ein älterer PC, ein Online-Formular, ein Fotoservice oder Verwandte, die nur ein unbekanntes Symbol sehen –, löst eine Umwandlung in JPG das Problem. Welches Format du behalten solltest, liest du unter HEIC oder JPG. Oder du wandelst gleich hier unten um.
HEIC direkt hier in JPG umwandeln
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Du kannst ein Bild auch mit Strg+V einfügen.
Wird auf diesem Gerät umgewandelt. Nichts wird hochgeladen.
Häufige Fragen
Ist HEIC besser als JPG?
Zum Speichern ja – ähnliche Qualität bei etwa halber Dateigröße, dazu 10 Bit Farbtiefe und HDR. Zum Teilen und Hochladen ist JPG praktischer, weil es überall funktioniert.
Ist HEIC verlustfrei?
Nein. HEIC komprimiert wie JPG verlustbehaftet, nur effizienter – es gehen bei gleicher Dateigröße also weniger Details verloren.
Ist HEIC dasselbe wie HEIF?
HEIF ist der Container-Standard. HEIC ist eine HEIF-Datei, deren Bilder mit HEVC komprimiert sind – genau das, was iPhones erzeugen. Im Alltag werden beide Begriffe oft gleich verwendet.
Kann ich die HEIC-Dateien nach dem Umwandeln löschen?
Das kannst du, aber behalte sie, wenn der Speicherplatz reicht. Die HEIC-Datei ist das Original, jede Umwandlung in JPG komprimiert ein wenig mehr.
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